
Gutartige Schilddrüsenvergrösserungen (Kröpfe) sind wesentlich häufiger als bösartige, die meist in einem schon vorher bestehenden Kropf und nur selten als rasch wachsende Einzelknoten vorkommen. Bei den bösartigen Schilddrüsentumoren unterscheidet man zwischen den "mässig bösartigen" (papilläre, follikuläre und meduläre Karzinome) und den "hochbösartigen" (anaplastische Karzinome).
In rund 95 Prozent der Fälle handelt es sich um mässig bösartige Geschwülste, die bei frühzeitiger Behandlung relativ gute Heilungschancen haben.
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Die Schilddrüse ist eine unterhalb des Kehlkopfs liegende, die Luftröhre halbkreisförmig umfassende Drüse mit einem linken und einem rechten Lappen. Sie produziert lebenswichtige Hormone, die viele Stoffwechselvorgänge regeln, das Wachstum steuern und dafür sorgen, dass Nervensystem, Kreislauforgane, Drüsen und Muskulatur sich normal entwickeln und funktionieren. |
Häufigkeit:
In der Schweiz zählt man pro Jahr 4 bis 5 Neuerkrankungen auf 100'000 Einwohner mit der Diagnose Schilddrüsenkrebs.
Krankheitszeichen:
- knotige
Vergrösserung der Schilddrüse
- Atemnot bei Anstrengungen, Schluckbeschwerden,
schlechte Verschiebbarkeit der Haut über der
Schilddrüse
Ursachen:
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Röntgenbestrahlungen des Kopf-Hals-Bereichs sind
Risikofaktoren
- Entwicklung eines Kropfes (häufig in jodarmen
Regionen)
- Überfunktion der Schilddrüse
- familiär gehäuftes Auftreten von Schilddrüsenkrebs
Heilungschancen:
Mässig bösartige Schilddrüsenkarzinome haben eine sehr gute Prognose: Über 90 Prozent dieser Patienten überleben die ersten fünf Jahre nach der Operation. Bei sehr bösartigen Tumoren ist die Prognose wesentlich schlechter: Die 5-Jahres-Überlebensrate beträgt hier höchstens 20 Prozent.

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