Aus dem Lymphgewebe bzw. aus den Lymphknoten können zwei verschiedene Lymphdrüsen-Krebsarten (maligne Lymphome) entstehen: Die "Hodgkinsche Krankheit" (benannt nach dem Namen des englischen Arztes, der sie vor 150 Jahren zum ersten Mal beschrieb) und die sogenannten "Nicht-Hodgkin-Lymphome", wobei unter diesem Begriff alle anderen, mindestens 20 Untertypen von Tumoren, die im Lymphgewebe entstehen, zusammengefasst werden.

 

Häufigkeit:

Hodgkinschen Krankheit
In der Schweiz erkranken pro Jahr 3 von 100'000 Personen an der Hodgkinschen Krankheit (Lymphogranulomatose).

Nicht-Hodgkin-Lymphome
Man zählt 20 Neuerkrankungen auf 100'000 Personen in der Schweiz pro Jahr mit der Diagnose "Nicht-Hodgkin-Lymphom".

 

Krankheitszeichen:

Hodgkinsche Krankheit
- zu Beginn schmerzlose Schwellung eines oder mehrerer
  Lymphknoten oft in der Halsgegend
- später Fieberschübe, Gewichtsverlust, Juckreiz, evt.
  Schmerzen in den Lymphregionen

Nicht-Hodgkin-Lymphome
- zu Beginn oft auch ein schmerzloses Anschwellen der
  Lymphknoten
- manchmal schwellen die Lymphknoten spontan für kurze
  Zeit wieder ab

 

Ursachen:

Hodgkinsche Krankheit
- weitgehend unbekannt, da diese Krankheit auch als
  Übergang von einer chronischen Infektion zu einer
  richtigen Krebsart verstanden werden kann
- es besteht jedoch keine Ansteckungsgefahr

Nicht-Hodgkin-Lymphome
- weitgehend unbekannt
- erhöhtes Erkrankungsrisiko bei HIV-Infizierten

 

Heilungschancen:

Hodgkinsche Krankheit
Frühstadien lassen sich in 80 bis 90 Prozent der Fälle heilen. Selbst in fortgeschrittenen Stadien können etwa zwei Drittel der Patienten geheilt werden, wobei manchmal mehrere Behandlungen dazu notwendig sind.

Nicht-Hodgkin-Lymphome
Die Heilungschancen der verschiedenen Unterformen sind sehr unterschiedlich und betragen zwischen wenigen Prozenten bis fast 100 Prozent.

 

Hodgkinsche Krankheit

 

Nicht-Hodgkin-Lymphome

 

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