
Leukämien sind bösartige Erkrankungen blutbildender Zellen. In der Umgangssprache wird dieser Krebs auch als Blutkrebs bezeichnet. Der Begriff "Leukämie" bedeutet übersetzt "weisses Blut" und rührt daher, dass bei diesen Krebserkrankungen die Zahl der weissen Blutkörperchen (Leukozyten) erhöht sein kann.
Leukämien werden in myeloische und lymphatische Formen unterteilt. Bei den myeloischen Leukämien sind die Granulozyten (Bestandteil der Leukozyten) und ihre Vorstufen betroffen. Im Falle einer lymphatischen Leukämie kann zusätzlich zum Knochenmark das lymphatische System betroffen sein. In beiden Fällen kann das Blut mit entarteten "weissen Blutzellen" überschwemmt werden.
Aufgrund des Krankheitsverlaufs unterscheiden die Ärzte chronische und akute Formen von Leukämien. Chronische Leukämien verlauufen langsamer, während eine akute Leukämie innert kurzer Zeit zu schwerer Krankheit führt. Unbehandelt kann eine akute Leukämie nach wenigen Monaten zum Tode führen.
Aufgrund des Verlaufs und der betroffenen Zellen werden die Leukämien in vier grosse Gruppen unterteilt:
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chronisch-myeloische Leukämie (CML)
- chronisch-lymphatische Leukämie (CLL)
- akute myleoische Leukämie (AML)
- akute lymphatische Leukämie (ALL)
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Bei einem gesunden Menschen bestehen durchschnittlich etwa 45 Prozent des Blutvolumens aus Zellen. Neben roten Blutkörperchen (sie machen die Mehrheit aus), sind dies weiße Blutkörperchen und Blutplättchen. Eine gelbliche Flüssigkeit, das Plasma, macht den Rest des Blutes aus. Plasma besteht zu 95 Prozent aus Wasser, es enthält außerdem Nährstoffe wie Glukose, Fette, Proteine, Aminosäuren, die zur Proteinsynthese gebraucht werden, sowie Vitamine und Mineralien. Der Salzgehalt des Blutes entspricht etwa dem des Seewassers. Das Reagenzglas rechts wurde zentrifugiert, um Plasma und Blutzellen zu trennen. |
Häufigkeit:
Jedes Jahr erkranken 10 von 100'000 Personen in der Schweiz an Leukämie.
Krankheitszeichen:
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chronische Leukämien beginnen schleichend und
unauffällig (Müdigkeit, Leistungsverminderung,
Gewichtsverlust, Fieber oder nächtliche Schweiss-
ausbürche)
- Schwellung der Milz
- vergrösserte Lymphknoten
- im späteren Verlauf
Ursachen:
- wenig
bekannt
- radioaktive Strahlung kann das Krankheitsrisiko
für Leukämien erhöhen
- auch chemische Substanzen können die Entstehung
von Leukämien fördern (z.B. Benzol)
- auch gewisse Medikamente können die Entstehung
von Leukämien fördern (z.B. Zytostatika)
Heilungschancen:
Der Heilungserfolg bei chronischen Leukämien ist vom Krankheitstyp, vom Alter des Patienten und von der Therapie abhängig und liegt bei ungefähr 50 bis 60 Prozent. Die Heilung ist nur durch eine Knochenmarktransplantation möglich.
Bei den akuten Leukämien haben Kinder und Jugendliche die besten Prognosen. Ungefähr 50 bis 60 Prozent der Jugendlichen können durch eine Chemotherapie geheilt werden. Bei Erwachsenen ist die Aussicht auf eine Heilung weitaus weniger günstig.

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