
Hirntumoren sind Wucherungen von Zellen im Gehirn und im Rückenmark. Dabei werden die primären Hirntumoren, die im Gehirn entstehen, von Ablegern anderer Tumoren im Gehirn (Metastasen) unterschieden. Je nach Zelltyp und Tumorart werden die Hirntumoren in verschiedene Typen klassifiziert.
Primäre Hirntumoren umfassen eine grosse Zahl verschiedener Typen. Die Gliome machen rund die Hälfte der primären Hirntumoren aus. Sie werden aufgrund ihrer Bösartigkeit in vier verschiedene Grade unterteilt, wobei das Glioblastoma multiforme als bösartigster Hirntumor gilt. Weniger bösartige Hirntumoren werden aufgrund der Ausgangszellen auch als Astrozytome bezeichnet. Diese Gliome können mit der Zeit in eine aggressive Form übergehen. Zu den Gliomen zählen zudem die seltenen Medulloblastome und Ependymome (vorwiegend bei Kindern), sowie Oligodendrogliome.

Weitere primäre Hirntumoren sind die Meningiome, Akustikusneurinome, Hypophyseadenome und Kraniopharyngeome.
Häufigkeit:
In der Schweiz erkranken jedes Jahr 6 von 100'000 Einwohnern an einem bösartigen Tumor des Gehirns.
Krankheitszeichen:
- durch die Zunahme der
Ausdehnung des Tumors, nimmt
der Druck im Schädel zu und Hirnzellen werden verdrängt
- je nach Tumorlage kann eine Beeinträchtigung eines
Sinnes entstehen (z.B. des Sehens)
- evt. Kopfschmerzen
- epileptische Krampfanfälle möglich
Ursachen:
- Ursachen von primären
Hirntumoren sind weitgehend
unbekannt
- sekundäre Hirntumoren sind unter anderem von Brust-
und Lungenkarzinomen bekannt
Heilungschancen:
Die Heilungschancen sind abhängig vom Tumortyp, vom Stadium bei der Diagnose und von den Möglichkeiten zur Behandlung. Hinzu kommen das Alter und der Gesundheitszustand der Betroffenen. Bei langsam wachsenden und gutartigen Hirntumoren sind die Behandlungsaussichten gut. Handelt es sich um einen schnell wachsenden bösartigen Tumor, ist die Prognose eher schlecht.

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