
Der Dickdarm ist wie ein umgekehrtes U im Bauchraum gelagert. Er beginnt am Ende des Dünndarms im rechten Unterbauch, steigt dann hoch und quert den Oberbauch nach links, führt der linken Bauchseite entlang wieder nach unten und formt dort eine S-förmige Schlinge (Sigma). 15cm oberhalb des Afters geht er in den Mastdarm (Rektum) über. (=> Skizze)
Rund 70 Prozent der bösartigen Tumoren finden sich im Sigma oder im Rektum. Sie gehen in der Regel von der innersten Wand des Darmrohres (Schleimhaut) aus und entstehen mehrheitlich durch Entartung eines Polypen.
Häufigkeit:
Dickdarm- und Mastdarmkrebs ist in der Schweiz der zweithäufigste bösartige Tumor. Jährlich gibt es 50 Neuerkrankungen pro 100'000 Einwohner.
Krankheitszeichen:
- Blut-
und/oder Schleimbeimengungen im Stuhl
- Veränderung der bisher regelmässigen Stuhlgewohnheiten
- Wechsel von Durchfall und Verstopfung
- evt. Darmverschluss
- wegen der chronischen Blutung kann es zu Blutarmut
und ungewollter Gewichtsabnahme kommen
Ursachen:
- in den
meisten Fällen unbekannt
- Krebsbegünstigend können schwere Darmentzündungen sein
- fettreiche, ballaststoffarme Ernährung
- familiäre Bedingung
Heilungschancen:
Der Dickdarmkrebs wäre oft heilbar, wenn er frühzeitig erfasst und behandelt würde. Leider bleibt der Tumor oft lange Zeit symptomlos und allfällige Krankheitszeichen werden bagatellisiert.
Hat der Tumor die Darmwand noch nicht durchbrochen und keine Lymphknoten befallen, so ist die Lebenserwartung des Patienten nach der Operation nur wenig verkürzt. Bei durchbrochener Darmwand ohne Lymphknotenbefall liegen die Heilungschancen bei 60 bis 70 Prozent, mit Lymphknotenbefall bei 30 bis 40 Prozent.

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