Der Blasenkrebs kommt in zwei sich unterschiedlich verhaltenden Formen vor: Als oberflächlicher, mehr oder weniger auf die Schleimhaut beschränkter, meist relativ gutartiger Typ und als aggressiverer, in die Muskulatur der Blasenwand einwachsender, sogenannt muskelinvasiver Typ. Oberflächliche Geschwülste machen rund 80 Prozent aller Blasenkrebse aus. Sie können, wenn sie nach Abschluss der Behandlung erneut auftreten, deutlich bösartiger werden und in die Muskulatur einwachsen.

 

Häufigkeit:

An Blasenkrebs erkranken in der Schweiz jedes Jahr ungefähr 17 Personen auf 100'000 Einwohner. Männer sind rund dreimal häufiger davon betroffen als Frauen.

 

Krankheitszeichen:

- beschwerdearmes Anfangsstadium
- Rotfärbung des Urins
- später => Probleme bei Blasenentleerung
- häufiger Harndrang
- Brennen und Schmerzen
- es kann ein Nierenstau auftreten

 

Ursachen:

- deutlich erhöhtes Erkrankungsrisiko bei Rauchern
- regelmässige Einnahme von phenacetinhaltigen Schmerzmitteln
- beruflicher Kontakt mit gewissen Chemikalien (in der Farb-,
  Gummi-, Kunststoffindustrie)

 

Heilungschancen:

Oberflächlicher Typ
Die 5-Jahresüberlebensrate ist mit über 80 Prozent bei guter Lebensqualität ausgezeichnet.

Muskelinvasiver Typ
Von denjenigen Patienten, bei denen die Geschwulst nur die Muskelwand der Blase betraf, leben nach fünf Jahren noch mehr als 50 Prozent; wenn auch die Umgebung der Blase mitbetroffen war, sind es weniger als 20 Prozent.

 

 

 

 

 

Als Informationsquellen dienten auf dieser Seite unter anderem Broschüren der Schweizerischen Krebsliga. Publikationen können direkt bei der SKL bestellt werden. (Schweizerische Krebsliga, Monbijoustrasse 61, Postfach 8219, 3001 Bern)