Sterben und Tod

Jeder Mensch – wir alle – wissen, dass wir sterben werden. Und doch wissen wir nicht, was uns im Sterben und danach erwartet. Der Tod ist eine ungeliebte Grenze. Nur allzu oft verdrängen wir ihn. Und doch wissen wir alle, dass uns keine andere Möglichkeit bleibt, als sich dem Tod zu fügen.

 

Angst vor dem Sterben, Angst vor dem Tod

Die Angst kommt, wenn mir bewusst wird, dass ich selbst sterben werde.

Der Gedanke an die Endlichkeit schmerzt. Er wird umso schmerzlicher, je weniger ich mein Leben „richtig“ gelebt habe und je näher Alter und Tod rücken. Denn dann wird die Zeit noch etwas zu ändern, immer kürzer.

Wir leben nur richtig, wenn wir die Tatsache des Todes in unser Leben integrieren. Verdrängte Todesangst meldet sich in anderer, verstärkter Form: z.B. in grundlosen Befürchtungen und Phobien. Die Tatsache des Todes ins Leben integrieren heisst allerdings nicht, mit hängenden Köpfen stets an den Tod denken zu müssen. Wir müssen lernen, unserem eigenen Tod zu begegnen, die Angst vor dem Tod bewusst auszutragen.

„Wie du bei deinem Tod gelebt zu haben wünscht, so solltest du schon jetzt leben.“

 

 


Phasen des Trauer- und Sterbeprozesses

Die Sterbeforscherin Dr. Kübler-Ross beschreibt in ihrem Buch „Interviews mit Sterbenden“ folgende grundlegende Phasen, die jedoch individuell durchlebt werden. Zwischen Annehmen und Ablehnen gibt es Zeiten, in denen sich der Betroffene sich selber oft nicht aushält. Eine Art seelischer Pubertät. Die Phasen laufen nicht schön der Reihe nach ab. Schwankungen und zurückfallen in frühere Phasen gehören zum Reifungsprozess.